FACHLICHER HINTERGRUND


Ich entwickle pädagogisch gedachte Raumkonzepte für Kitas und Grundschulen – mit Schwerpunkt auf Raumdiagnose, Bedarfsklärung, Zonierung und alltagstauglicher Gestaltung im Bestand.

Meine Arbeit ist aus der Praxis entstanden: seit 2017 durch die Auseinandersetzung mit realen Bildungsräumen, konkreten Nutzungssituationen und der Frage, wie Räume Kinder, pädagogische Fachkräfte und Abläufe im Alltag unterstützen können.

Im Mittelpunkt steht die Funktion: Ankommen, Orientierung, Übergänge, Rückzug, Bewegung, Konzentration, Lautstärke, Materialordnung und Selbstständigkeit der Kinder.


PRAXISREFERENZ


Im Schuljahr 2025/2026 entwickelte ich gemeinsam mit einer dritten Klasse einer Grundschule in Berlin-Reinickendorf ein partizipatives Raumkonzept. Ausgangspunkt war die Frage: Was brauchen diese Kinder von ihrem Klassenraum?

Die Kinder formulierten ihre Bedürfnisse im Klassenrat, erprobten räumliche Ideen und wirkten an Entscheidungen mit. Daraus entstand ein klarer strukturierter Klassenraum mit Zonen für Ruhe, Arbeit, Material, Orientierung und gemeinsames Lernen.


Das Projekt wurde im Schülerwettbewerb 2026 mit dem 1. Platz ausgezeichnet.


METHODISCHE GRUNDLAGEN


Meine Arbeit orientiert sich an Prinzipien der pädagogischen Architektur und der Phase Null:
Vor jeder Gestaltung steht die Klärung der tatsächlichen Nutzung.


Wie funktioniert der Raum heute?

Wo entstehen Reibung, Unruhe oder Überforderung?

Welche pädagogischen Ziele soll der Raum künftig unterstützen?


Erst danach folgen Vorschläge zu Zonierung, Möblierung, Material, Farbe, Orientierung und Atmosphäre.



FACHLICHE ORIENTIERUNG


Ich arbeite mit Ansätzen aus der pädagogischen Raumgestaltung, unter anderem mit dem Gedanken des Raums als „dritter Erzieher“, mit Erkenntnissen zur Wirkung von Raumqualität auf Lernen und Wohlbefinden sowie mit Konzepten zu Rückzug, Konzentration, Austausch, Bewegung und kindlicher Selbstständigkeit.


Meine Arbeit orientiert sich an etablierten Konzepten der pädagogischen Raumgestaltung:


„Der Raum als dritter Erzieher" – Reggio-Pädagogik Räume kommunizieren ständig mit Kindern – über Licht, Material, Ordnung, Farben. Sie können einladen oder überfordern, beruhigen oder aufdrehen, Orientierung geben oder sie nehmen.


HEAD-Studie (Universität Salford, 2015) Empirische Grundlage für den Zusammenhang zwischen Raumqualität und Lernleistung bei Grundschulkindern. Drei Faktoren wirken besonders stark: physische Raumqualität, Individualität und das richtige Maß an Stimulation.


„Designing for Learning" – Rosan Bosch Räumliche Gestaltung als pädagogisches Instrument: Zonen für Rückzug, Konzentration, Austausch, Bewegung und Präsentation – auch im Bestand umsetzbar.




KLARE ABGRENZUNG


Ich übernehme keine Architekturleistungen, keine Bauleitung, keine technische Prüfung und keine brandschutz- oder baurechtliche Planung.

Meine Leistung liegt in der pädagogisch-funktionalen Raumdiagnose, der Bedarfsklärung und der Entwicklung belastbarer Raumkonzepte als Grundlage für interne Entscheidungen, kleinere Umgestaltungen oder die spätere Zusammenarbeit mit Fachplanerinnen, Architekturbüros oder Trägerstrukturen.


Fachbeitrag in redaktioneller Abstimmung


„Räume, die empfangen.“

Pädagogische Raumgestaltung im Kita-Bestand


Der Fachbeitrag befindet sich derzeit in redaktioneller Abstimmung.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie bestehende Kita-Räume pädagogisch wirksamer werden können: Wie unterstützen Räume Ankommen, Orientierung, Übergänge, Selbstständigkeit, Rückzug und Konzentration? Und was verändert sich, wenn ein Raum nicht nur eingerichtet ist, sondern den Kita-Alltag tatsächlich trägt?

Der Beitrag zeigt, warum gute pädagogische Räume nicht mit Dekoration beginnen, sondern mit genauer Beobachtung, Beteiligung und einer klaren pädagogisch-räumlichen Bedarfsklärung.