Bildungsräume
Räume in Schulen und Kitas sind keine Kulisse. Sie entscheiden mit, ob Kinder sich konzentrieren können, ob Lehrkräfte gerne unterrichten und ob ein Träger sein Konzept im Alltag wirklich lebt. Ich plane Bildungsräume entlang pädagogischer Ziele — nicht entlang von Möbelkatalogen.
Sie sollen Konzentration ermöglichen, Orientierung geben und eine Atmosphäre schaffen, in der Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte sich sicher, ruhig und gut aufgehoben fühlen.
Phase Null vom Kind aus gedacht
Ich kläre den pädagogischen Bedarf eines Raums, bevor über Gestaltung oder Bau entschieden wird – und übersetze ihn in ein Raumkonzept, das im Alltag trägt. Dieser Schritt steht ganz am Anfang: vor der Bauplanung ebenso wie vor der Aufwertung eines bestehenden Raums.
So entstehen Räume, die Lernen unterstützen und im täglichen Betrieb belastbar funktionieren.
So entstehen Innenräume, die Lernen unterstützen und im täglichen Betrieb belastbar funktionieren.
Leistungen für Bildungsräume
Phase Null · Bedarfsermittlung & Nutzungsszenarien
Analyse bestehender Räume, Abläufe und pädagogischer Anforderungen im laufenden Betrieb. Gespräche mit Schulleitung, Team oder Träger, um den tatsächlichen Bedarf zu klären — bevor über Möblierung, Material oder Farbe entschieden wird.
Raumkonzept & Zonierung
Entwicklung einer klaren Raumstruktur mit Bereichen für verschiedene Aktivitäten – Lernen, Zurückziehen, Bewegung – sowie Laufwegen und Orientierungselementen für den Alltag.
Material-, Farb- & Lichtkonzept
Auswahl von Oberflächen, Farben, Textilien und Beleuchtung, die Konzentration und Wohlbefinden unterstützen und gleichzeitig robust und pflegeleicht sind.
Möblierung & Umsetzung
Planung von Möblierung, Stauraumlösungen und Details. Abstimmung mit beteiligten Gewerken und Begleitung in der Umsetzung – von der Idee bis zum realen Raum.
Pilotprojekt · Grundschule -
Berlin, Reinickendorf
Münchhausen-Grundschule, Berlin-Reinickendorf
Klasse 3a · „Modern Classroom Pilot" · 2026
Vorher

Nachher

Detail

Realisiertes Projekt · 1. Platz Schülerwettbewerb 2026
Projektbeschreibung
Klassenzimmer-Neugestaltung, Berliner Grundschule
Im Schuljahr 2025/26 habe ich die Neugestaltung des Klassenraums
der Klasse 3a als eigenständiges Pilotprojekt konzipiert und
umgesetzt. Ziel war es, den HAYID-Ansatz unter realen schulischen
Bedingungen zu erproben: pädagogisch begründete Raumkonzeption,
DGUV-konforme Material- und Farbwahl, Partizipation der
Schulgemeinschaft und Umsetzungsbegleitung bis zur Fertigstellung.
Die Klasse 3a wünschte sich einen Raum, in dem sie sich
wiedererkennt. Gemeinsam mit Schulleitung und Klassenlehrkraft
habe ich analysiert, was im Alltag stört: zu viel visueller
Lärm, ungenutzte Zonen, fehlende Rückzugsmöglichkeiten.
Das Ergebnis ist ein Raum, der mit den vorhandenen Mitteln
auskommt und trotzdem komplett anders wirkt. Klare Zonen für
Konzentration und Austausch, eine reduzierte Farbpalette, die
nicht ablenkt, und Möbel, die die Kinder mitverschieben können,
ohne dass die Ordnung zusammenbricht.
Schulintern wurde das Projekt mit dem 1. Platz für den schönsten
Klassenraum ausgezeichnet (Schülerwettbewerb 2026).
Erbrachte Leistungen
· Raumanalyse und Gespräche mit Schulleitung, Klassenlehrkraft
und Schüler:innen
· Pädagogische Zonierung — Konzentration, Austausch, Rückzug
· Farb- und Materialkonzept, kindgerecht und DGUV-konform
· Möblierungsplanung mit Bestandsnutzung
· Vollständige Materialbeschaffung in Eigenleistung
· Partizipation der Klasse 3a im Gestaltungsprozess
· Einbindung der Elternschaft: Malerarbeiten als gemeinschaftlicher
Beitrag im Sinne einer aktivierten Schulgemeinschaft
· Koordination und Umsetzungsbegleitung bis zur Fertigstellung
„Hiermit wird bestätigt, dass Frau Sibel Sönmez die Neugestaltung
des Klassenraums der Klasse 3a konzipiert und erfolgreich umgesetzt
hat. Das Projekt zeichnete sich durch eine hocheffiziente Nutzung
der Ressourcen aus und wurde schulintern mit dem 1. Platz für den
schönsten Klassenraum gewürdigt."
Schulleitung, Berliner Grundschule (Referenz auf Anfrage)
Was übertragbar ist
· Einzelne Klassenraum-Neugestaltungen in Berliner Grundschulen
· Phase-0-Workshops mit Schulklassen, Lehrkräften und Eltern zur
Ermittlung pädagogischer Raumbedarfe
· Lernraumgestaltung nach didaktischen Konzepten — abgestimmt auf
Berliner Ganztags- und Compartment-Schulen
· Mehrzweck- und Gruppenraum-Konzepte in Kitas
· Pilot- und Modellprojekte für Schulträger und Bezirksämter
· Projekte im Umfang bis ca. 25.000 Euro netto, die freihändig
vergeben werden können
Konzeptstudien
Neben realisierten Projekten arbeite ich an Konzeptstudien für Raumtypen,
die im Berliner Bildungssektor unterversorgt sind. Sie zeigen, wie ich denke
und mit welchen Räumen ich mich strategisch beschäftige — und dienen als
Diskussionsgrundlage für künftige Projekte mit Trägern, Schulen und
Bauverwaltungen.
Konzeptstudie · Schulmensa und pädagogischer Essensraum · 2025

Kita-Restaurant statt Mensa
Schul- und Kita-Mensen sind keine Restaurants — sie sind pädagogische Räume mit eigener Funktion. Diese Konzeptstudie für eine Berliner Kita zeigt, wie ein lauter, kantinenartiger Essbereich in einen ruhigen, einladenden Essraum überführt werden kann: Massivholztische, eine warme, gedeckte Farbwelt und eine sanft illustrierte Wandtapete schaffen Atmosphäre und akustische Beruhigung. Esskultur, Selbstständigkeit und soziales Lernen werden räumlich getragen — bei voller Erfüllung der Hygiene-, DGUV- und DGE-Anforderungen.
Schul- und Kita-Mensen sind keine Restaurants — sie sind pädagogische Räume
mit eigener Funktion. Sie sollen ruhig sein in einer ohnehin lauten Schule,
Esskultur vermitteln, Hygiene-, DGUV- und DGE-Anforderungen erfüllen und
trotzdem einladend wirken.
Die Studie zeigt einen Essensbereich für eine Berliner Grundschule, der
diesen Spagat löst: klare Zonierung für Selbstbedienung und Sitzbereich,
schallabsorbierende Materialien, robuste Möbel mit Wohncharakter, neutrale
Farbpalette ohne visuelle Reizüberflutung.
Kita-Hauptraum · Studie zur räumlichen Beruhigung
Kita-Hauptraum mit Baumhaus-Struktur
Räumliche Studie für einen Berliner Kita-Hauptraum, der heute als unstrukturierter Galerieraum genutzt wird. Eine integrierte Baumhaus- und Galeriestruktur übernimmt die Zonierung und schafft differenzierte Lernbereiche für Spiel, Rückzug, Beobachtung und Gruppenangebote. Die Materialpalette aus heller Eiche, Salbeigrün und Naturtextilien reduziert die visuelle Reizdichte und unterstützt Konzentration, Selbstregulation und ein wertschätzendes Raumgefühl.

Viele Berliner Kitas arbeiten mit Hauptbereichen, die alles auf einmal können
müssen: essen, spielen, bauen, sich verkleiden, sich zurückziehen, Eltern
empfangen. Das Ergebnis ist meist ein Raum, der nichts davon richtig kann —
weil zu viele Funktionen, Farben und Materialien gleichzeitig um Aufmerksamkeit
konkurrieren.
Die Studie nimmt einen solchen real existierenden Kita-Hauptraum als
Ausgangspunkt und fragt: Wie sähe derselbe Raum aus, wenn man die pädagogische
Logik vor die Möbelliste stellt? Klare Zonen für Essen, Bewegung, Rückzug und
Konzentration. Eine reduzierte, naturnahe Materialpalette, die die visuelle
Last senkt. Tageslicht und Pflanzen als atmosphärische Anker statt
Farbplakate. Die bestehende Hochebene bleibt — aber sie wird zum ruhigen
Mittelpunkt, nicht zum optischen Konkurrenten der restlichen Möblierung.
Räume wie dieser sind in Berlin Standard. Die Studie zeigt, wie viel mit
relativ überschaubaren Mitteln möglich wäre — wenn ein Träger Lust hat, neu
zu denken.
Projekt anfragen
Wenn Sie einen Bildungsraum planen oder einen bestehenden Raum neu denken möchten,
freuen wir uns auf Ihre Anfrage.